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Künstliche Intelligenz kann längst mehr, als Fragen zu beantworten: Sie kann selbst handeln. Agentic Workflows lassen die KI mehrstufige Aufgaben eigenständig planen und abarbeiten – und mit Computer-Use bedient sie sogar Programme direkt per Maus und Tastatur, ganz ohne Schnittstelle. Verfügbar ist das heute auf dem Mac, Windows folgt. Wir zeigen, was dahintersteckt und wo es im Unternehmen hilft.
Vom Chatbot zum handelnden Agenten
Die erste KI-Welle bestand aus Chatbots: Man stellt eine Frage, bekommt eine Antwort – und setzt sie dann selbst um. Praktisch, aber die eigentliche Arbeit blieb beim Menschen. Die nächste Stufe geht weiter: Die KI antwortet nicht nur, sie erledigt die Aufgabe. Aus dem ratgebenden Assistenten wird ein handelnder Agent.
Was ist ein Agentic Workflow?
Ein Agentic Workflow ist eine Aufgabe, die die KI nicht in einem einzigen Schritt löst, sondern eigenständig in Teilschritte zerlegt, abarbeitet und dabei das Ergebnis selbst überprüft. Statt einer einzelnen Antwort plant der Agent ein Vorgehen und führt es aus:
- Ziel verstehen: Der Agent erfasst, was am Ende herauskommen soll.
- Plan erstellen: Er zerlegt die Aufgabe in sinnvolle Einzelschritte.
- Werkzeuge nutzen: Er greift auf Programme, Dateien, E-Mail oder Web zu, um die Schritte umzusetzen.
- Prüfen und nachbessern: Er kontrolliert Zwischenergebnisse und korrigiert sich, bis das Ziel erreicht ist.
So lassen sich Abläufe automatisieren, die früher klar einen Menschen erforderten – etwa „Sammle die Angebote aus diesen drei Mails, vergleiche sie und lege eine Übersicht an".
Computer-Use: Die KI bedient den Rechner selbst
Computer-Use ist die jüngste und vielleicht spannendste Fähigkeit: Die KI sieht den Bildschirm wie ein Mensch und steuert den Computer mit Maus und Tastatur. Sie kann Programme öffnen, Felder ausfüllen, klicken, zwischen Anwendungen wechseln und so Aufgaben über mehrere Programme hinweg erledigen.
Der entscheidende Vorteil: Es braucht keine Programmierschnittstelle. Auch ältere Branchensoftware, für die es keine moderne Anbindung gibt, kann der Agent bedienen – einfach, indem er sie wie ein Mitarbeiter benutzt. Genau dort, wo klassische Automatisierung bisher an fehlenden Schnittstellen scheiterte, wird sie damit möglich.
Heute auf dem Mac, Windows folgt
Diese Technik ist kein Zukunftsversprechen mehr, sondern bereits einsetzbar – aktuell zuverlässig auf dem Mac. Die Unterstützung für Windows ist in Arbeit und folgt in Kürze, sodass sich auch typische Büro-Umgebungen anbinden lassen. Wer heute erste Anwendungsfälle aufbauen will, kann auf dem Mac starten und die Lösung später auf Windows ausweiten.
Anwendungsfälle im Unternehmen
- Datenübertragung: Angaben aus E-Mails, PDFs oder Portalen in Ihre Fachsoftware übertragen – ohne Abtippen.
- Recherche & Aufbereitung: Informationen aus mehreren Quellen zusammentragen und als fertige Übersicht ablegen.
- Wiederkehrende Routinen: Monatliche Auswertungen, Berichte oder Exporte, die immer gleich ablaufen, eigenständig durchführen.
- Alt-Software bedienen: Programme ohne Schnittstelle automatisieren, indem der Agent sie direkt nutzt.
- Vorgänge anstoßen: Bestellungen, Tickets oder Termine über die jeweilige Anwendung vorbereiten und einleiten.
Mensch behält die Kontrolle
Ein Agent, der selbstständig handelt, braucht klare Grenzen. Deshalb richten wir Agentic Workflows so ein, dass der Mensch die Kontrolle behält: definierte Aufgabenbereiche, ein nachvollziehbares Protokoll jedes Schritts und – bei kritischen Aktionen wie dem Versand oder einer Bestellung – eine ausdrückliche Freigabe durch einen Mitarbeiter. So nutzen Sie die Geschwindigkeit der Automatisierung, ohne die Sicherheit aus der Hand zu geben.
Datenschutz und eigene KI
Weil ein Agent mit Computer-Use Zugriff auf Bildschirminhalte und Programme hat, ist Vertrauen in die Datenverarbeitung entscheidend. Betrieben auf eigener oder kontrollierter Hardware, bleiben sensible Inhalte in Ihrem Haus und werden nicht an fremde Anbieter gesendet. In Kombination mit einem unternehmenseigenen Modell lassen sich auch sensible Bereiche absichern – und die Einhaltung der DSGVO wird deutlich einfacher.
So steigen Sie ein
Der beste Einstieg ist ein klar umrissener, häufig wiederkehrender Ablauf, der heute viel Handarbeit kostet – zum Beispiel das Übertragen von Daten zwischen zwei Programmen. Diesen einen Workflow setzen wir als Agenten um, lassen ihn unter Aufsicht laufen und messen die Zeitersparnis. Funktioniert er zuverlässig, lassen sich weitere Abläufe Schritt für Schritt ergänzen.
Fazit
Agentic Workflows machen aus der KI vom Ratgeber einen Mitarbeiter, der Aufgaben eigenständig erledigt. Mit Computer-Use bedient sie dabei sogar Programme ohne Schnittstelle – direkt per Maus und Tastatur. Heute auf dem Mac einsatzbereit, Windows folgt. Mit klaren Grenzen, nachvollziehbaren Schritten und dem Betrieb auf eigener Hardware wird daraus ein Werkzeug, das im Alltag echte Routinearbeit abnimmt – kontrolliert und sicher.
Möchten Sie das in Ihrem Unternehmen umsetzen? Kontaktieren Sie uns – wir beraten Sie gern.

